Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung 10.1.2015

Krimi mit Katze

Eichenau

Germar Wiehl ist nicht ein Autor, es sind zwei. Dahinter stecken Gerhard und Marion Wiehler, IT-Experte und Lehrerin im Ruhestand. Der Kriminalroman „Im Zeichen der Zwillinge“ ist das vierte Buch, das sie gemeinsam geschrieben haben. Allerdings der erste Krimi. Bis dahin hatten sie eher harmlos aus dem Leben ihrer Katzen berichtet und unter anderem das hübsche Wort Cat-Sharing erfunden. Auch wenn es in ihrem Roman nun ernster zugeht, ein Kater findet dennoch Platz. Er kann sogar sprechen und schildert seine Sicht der Dinge. Davon abgesehen zeigt das Eichenauer Autorenpaar, dass ihnen im Ruhestand keine Nachricht entgeht. In ihr oberbayrisches Familiendrama, das teils in der Provence, im Elsass und in Florida ausgetragen werden muss, packen sie die NSA-Spähaffäre, Cyberattacken, internationale Wirtschaftsspionage und die Energiewende hinein. Soll keiner sagen, da wäre nicht für jeden etwas dabei. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Max, ein sturer Querkopf, der den elterlichen Hof herunterwirtschaftet. Sein Zwillingsbruder Joe ist in den USA als international anerkannter IT-Experte erfolgreich. Als Joe verschwindet, macht sich die Familie auf die Suche und kommt einem Geheimnis auf die Spur. VGR

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